3. Liga – Spielbericht HSG Damen I : TV Möglingen

Fehlende Harmonie als Grund für Niederlage

Tiefe Enttäuschung spiegelte sich in den Gesichtern der Drittliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen wider, als sie nach der 21:23 (8:9)-Niederlage gegen den Tabellennachbarn TV Möglingen am Sonntag das heimische Spielfeld im Harres verließen.

Denn an der Motivation lag es nicht, ihr ausgegebenes Ziel war, den Abstand zu den Plätzen der Abstiegsrunde zu vergrößern, aber sie haben lediglich mit den Gästen getauscht und stehen mit 11:11 Punkten erneut auf Rang sechs und somit nur einen über den Kandidaten für die Abstiegsspiele.

In den ersten 18 Minuten, in denen sie lediglich zweimal zum Torerfolg kamen, schossen sie die Möglinger Torfrau von allen Positionen warm. Zur Unzulänglichkeit im Abschluss kamen jede Menge technische Fehler, fehlende Impulse vom Rückraum und kein konsequentes Durchspielen der Bälle. Abstimmungsprobleme und zu später Zugriff in der Defensive wurde dazu von den Schwäbinnen ausgenutzt, um in vier Minuten (10.-14.) gleich drei Siebenmeter herauszuholen und zu verwandeln. Im Anschluss zogen sie mit auch erst dem zweiten Treffer aus dem Spiel von ihrer herausragenden Akteurin Kathrin Schilling in der siebzehnten Spielminute auf 2:6 davon. Die HSG-Spielerinnen taten sich im mannschaftlichen Zusammenspiel weiterhin schwer und nur durch einige geglückte Einzelaktionen verkürzten sie bis zum Halbzeitpfiff auf 8:9.

Bis zur Mitte der zweiten Spielhälfte war es wie gehabt nicht die Stärke des Gegners, sondern das Unvermögen und fehlende Ideen des Gastgebers, dass auf der Anzeigetafel sogar immer wieder ein Sechs-Tore-Rückstand über 11:17 und 13:19 abzulesen war.

Erst ab der 47. Minute war so etwas wie Mannschaftsgeist und kämpferischer Zusammenhalt ersichtlich und beim Anschlusstreffer zum 20:21 vier Minuten vor Spielende keimte Hoffnung auf. Doch ein umstrittener und spielentscheidender Siebenmeter für Möglingen eineinhalb Minuten vor Abpfiff besiegelte schließlich die 21:23-Niederlage der HSG.

„Wir waren erst ab der 50. Minute fähig, richtig als Team zusammenzuspielen und das hat den Kampfgeist geweckt, ist aber einfach viel zu spät, um so ein Spiel zu drehen“, bringt Rechtsaußen-Akteurin Wiebke Heck, die in der Partie viermal einnetzte, ihre Enttäuschung zum Ausdruck.

HSG: Schmurr, Bohneberg, Scheffler (3), Gottselig (2), Nussbaumer, Scholl (2), Laier, Pahl (2), Heck (4), Schulz (1), Halilovic, Lederer, König, Miltner (4), Baumann, Rimpf (3/3)

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3. Liga – Spielbericht HSG Damen 1 : HSG Wittlich

Komfortable Überwinterung auf Rang fünf

Nach Punkten und Tordifferenz würden die Drittliga-Handballerinnen nach dem 28:21 (14:10)-Heimsieg gegen die HSG Wittlich auf dem vierten Tabellenplatz überwintern, wegen des direkten Vergleichs gehen sie jedoch auf dem immer noch sehr komfortablen fünften in die sechswöchige Spielpause hinter Bietigheim 2, gegen die sie im ersten Saisonspiel den Kürzeren zogen.
Aufgrund der aktuellen Corona-Lage musste im Geisterspiel ohne den achten Spieler, also lautstarke Unterstützung von den Rängen, ausgekommen werden, aber online verfolgten bis zu 680 Fans den Livestream auf Facebook.
Dabei wurde die Festigkeit ihres heimischen Sofas sicher in den ersten vier Spielminuten schon ordentlich zur Probe gestellt, denn die Gäste aus der Südeifel lagen nach kürzester Zeit 3:0 vorne, ohne dass irgendetwas bei ihrem HSG-Team geklappt hätte. Danach hatten die heimischen Sitzmöbel eine lange zwanzigminütige Belastungspause, denn ab dann wurde in einem Acht-Tore-Lauf zum 8:3 nur eigene Treffer bejubelt.
Die Abwehr mit Samira Schulz und Britta Miltner im Mittelblock hatten sich gefunden und vertraten Abwehrchefin Lena Nussbaumer und Paula Lederer im Defensivzentrum immer besser. “Ab unserem ersten Treffer haben wir eine hervorragende Abwehrleistung gezeigt und konnten auch vorne Tore machen”, bestätigt Torfrau Clara Bohneberg, die ein glänzender Rückhalt war und den Gegner, nicht nur in dieser Phase, durch sehenswerte Paraden zur Verzweiflung brachte. Da hätte die HSG den Sack auch schon zumachen können, ließ aber bis zum Halbzeitpfiff den Gegner wieder auf 14:11rankommen.
“Wir haben im Angriff ruhig und besonnen agiert”, meinte Trainer Sascha Kuhn nach dem Spiel, das gelang aber immer nur phasenweise. Denn direkt zu Anfang der zweiten Halbzeit prägten Fehlwürfe, vor allem von den Rückraumakteurinnen und technische Fehler das Spiel, sodass die Gäste beim 18:15 (42.) wieder auf drei Tore rankamen. Anschließend besannen sich seine Schützlinge auch erneut nur teilweise auf ihre Stärken, zogen immer wieder auf fünf weg. Vor allem, wenn Madelaine Laier, die genau weiß, wann sie aus dem Abwehrverband raus und anspielbar für Gegenstöße am gegnerischen Tor sein muss, als beste Werferin mit einem Dreifacherfolg glänzte und insgesamt mit acht Toren am erfolgreichsten war. Anschließend galt nach dem 22:16-Vorsprung erneut “wilde Sau” ohne Konzept im Angriff und ohne finalem Deckel auf dem Ergebnis, denn in der 54. Minute holten die Wittlicherinnen beim 24:21 wieder bis auf drei Tore auf.
Dennoch war der 28:21-Erfolg des nicht besonders sehenswerten Spiels verdient und Kuhn glücklich über diese beiden wichtigen Punkte, denn er als Trainer war heute “einfach nur happy, so weit aus den Abstiegsrängen raus zu sein“.
Die Mannschaft und die Fans sind zufrieden, mit einer positiven 11:9:-Punktebilanz sicher in die Winterpausse gehen zu können. Außer den ersten vier Partien wurden keine mehr verloren und das Team kam besser in die Runde. Trotzdem hoffen alle, dass die Mannschaft noch zu mehr Konstanz, Stärke, und Spielfreude kommt, wie wir sie in der letzten abgebrochenen Saison zu sehen bekommen haben und hoffen ab dem 16. Januar auf attraktive Partien. Kuhn wird mit seinen Schützlingen aber sicher in der Pause alles geben, um bei den Rückspielen im nächsten Jahr den Erwartungen weiter gerecht zu werden.

HSG: Schmurr, Bohneberg, Golla, Scheffler (4), Scholl (2), Laier (8), Pahl, Heck, Schulz (5), Halilovic, Lederer, König, Miltner (1), Baumann (1), Rimpf (7/3)
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3. Liga – Vorbericht HSG Damen I : HSG Wittlich

Die Handballerinnen der HSG Wittlich, die vom Team der HSG St. Leon/Reilingen am Sonntag, 5. Dezember, um 16 Uhr in der heimischen Fritz-Mannherz-Halle empfangen werden, stehen in der Staffel E der 3. Liga zwar mit nur einem Zähler mehr auf Platz vier, trotzdem zwei Ränge vor dem Gastgeber. “Sie haben sich langsam, aber sehr konsequent nach vorne gearbeitet, schon aufgrund dieser Tabellensituation sind wir, obwohl wir zu Hause spielen, in dieser Partie nicht der Favorit”, nimmt Kuhn den Druck von seinen Akteurinnen. Den Gegner aus der Südeifel sieht er als sehr kompakte Mannschaft, die zwei Deckungsvarianten aufzubieten hat und sich durch diszipliniertes Rückzugsverhalten auszeichnet.
“Wittlich spielt schnell nach vorne, hat viele gute Einzelspielerinnen, die auch stark im Eins-gegen-eins sind”, zeigt HSG-Spielerin Britta Miltner ebenfalls Respekt vor dem Offensivpotential der Gäste, die, wie Kuhn bestätigt, sowohl über eine schnelle Mitte, aber auch durch konsequentes Auftreten in der zweiten und dritten Welle gefährlich sind.
Dazu kommt, dass er in dieser Trainingswoche noch ein paar Baustellen zu lösen und Defensivalternativen zu finden hat, denn erneut wird er auf Abwehrchefin Lena Nussbaumer verzichten müssen und auch der Einsatz von Paula Lederer ist aufgrund einer Sprunggelenksverletzung eher fraglich, was die Situation aus seiner Sicht weiter erschwert.
“Wir müssen hinten konzentriert arbeiten und unsere Stärke, den schnellen Ball in erster und zweiter Welle nach vorne, ausspielen. Denn es wären zwei wichtige Punkte, dann könnten wir beruhigt in die lange Winterpause”, hofft Miltner auf einen sicheren Tabellenplatz unter den ersten sechs, also möglichst weit entfernt von den fünf letzten Teams, die in die Abstiegsrunde müssen.

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Leider wird das Heimspiel ohne Zuschauer stattfinden. Damit ihr die Damen I trotzdem unterstützen könnt, wird es, wie im vergangenen Jahr, einen Live Stream über die Facebook-Seite der HSG geben.

Damen I : HSG Wittlich (05.12.21, 16 Uhr, Fritz-Mannherz-Halle in Reilingen)

3. Liga Spielbericht – HSG Hunsrück : HSG Damen I

Ausgelassene Busfahrt nach Auswärtssieg

Ausgiebig gefeiert wurde im Bus auf der Heimreise aus Kleinich nach dem 35:24 (14:16)-Auswärtssieg der Drittliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen gegen die HSG Hunsrück. Und das mit Recht von wirklich allen, denn auch die, die sonst geduldig die Bank drücken, bekamen Einsatzzeiten. So beispielsweise Nataša Halilovic, die als 17-jähriges Küken vornehmlich noch im ersten Jahr A-Jugend Spielpraxis sammelt als auch Tatjana König, die sogar beginnen und auch noch die ersten beiden Tore für ihr neues Team bejubeln durfte. Zudem freute sich auch Linkshänderin Wiebke Heck nach langer Verletzungspause über ihr Comeback mit einem Einstandstreffer.

Jana Pahl war offenbar mit dem richtigen Bein aufgestanden, erwischte einen Sahnetag, agierte als Spielmacherin hervorragend auf der Mitte und erzielte die ersten drei von vier Toren selbst.  Nach einer Vier-Tore-Führung über 10:6 und 12:8 brachte ihre Auswechselung in der 18. Minute, trotz Schwächen in der Abwehr, einen Bruch ins Spiel. Es häuften sich technische Fehler und freie Fehlwürfe aufs Hunsrücker Tor von allen Positionen. Zudem stand keine intuitive Konterläuferin auf der Platte, die rechtzeitig bei Balleroberung schon zum gegnerischen Tor sprintete und anspielbereit war. Der Gastgeber kam dadurch zweimal beim 11:12 als auch kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 14:15 auf den Anschlusstreffer heran und die HSG ging mit einer knappen 16:14-Führung in die Spielpause.

“In der zweiten Hälfte stand die Abwehr besser, der Gegner hatte konditionell aber auch nicht mehr viel entgegenzusetzen”, erklärt Rückraumakteurin Samira Schulz den dann deutlichen Durchmarsch über 22:19 und 28:20 zum 35-25-Erfolg. Zudem witterten Annika Rimpf auf Linksaußen und Madeleine Laier auf der rechten Außenbahn frühzeitig Kontermöglichkeiten und waren schnell am gegnerischen Kreis anspielbar und es wurden keine Freien mehr verworfen. Leider hat sich zu Beginn der zweiten Halbzeit Paula Lederer eine Bänderverletzung am Sprunggelenk zugezogen, die bis dahin wie auch Jana Pahl und Samira Schulz mit sechs Treffern am erfolgreichsten  einnetzten.

“Ich bin rundum glücklich, die Abwehr hätte besser sein können, Torhüter waren alle drei super. Toll wäre nächste Woche ein Sieg gegen Wittlich”, meint Trainer Kuhn, denn dann könnte sein Team gänzlich entspannt in die Winterpause. Der vierte Platz wäre dann erreichbar und der Abstand in die Ränge für Abstiegsrunde im sicheren Abstand.

 

HSG: Schmurr, Bohneberg, Golla, Scheffler (1), Gottselig, Laier (3), Pahl (6), Heck (1), Schulz (6), Lederer (6/3), König (2), Miltner (4), Baumann (1), Rimpf (5)

3. Liga – Vorbericht HSG Hunsrück : HSG Damen I

Gegner hat nichts zu verlieren

Zum letzten Auswärtsspiel reisen die Drittliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen nach Kleinich, um dort in der Hirtenfeldhalle am Samstagabend um 20 Uhr gegen die HSG Hunsrück anzutreten. Die Gastgeber stehen nach erst einer gewonnenen Partie und 2:16 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. “Diese Mannschaft steht jetzt schon mit dem Rücken zur Wand und ist zum Punkten verdammt. Sie haben nichts zu verlieren, können alles ausprobieren und Vollgas geben”, sieht Trainer Sascha Kuhn die Gefahr bei diesem Gegner. Dazu habe sein Team dann die Busfahrt in den Knochen und die sonst gut funktionierende Abwehr muss außerdem auf Defensivchefin Lena Nussbaumer im Mittelblock verzichten, die beruflich verhindert ist.

Aber auch die Hunsrücker werden krankheits- und verletztungsbedingt auf einige Akteurinnen verzichten müssen. Torfrau Torfrau Sina Golla weiß nicht so genau, was dadurch auf sie und ihre Mannschaftskameradinnen zukommen wird. “Trotzdem sind wir fest entschlossen, diese zwei Punkte schlussendlich mit nach Hause zu nehmen”, freut sie sich schon auf die erste Busfahrt der Saison, bei der auf der Heimfahrt hoffentlich ein Sieg gefeiert werden kann.

Kuhn sieht die Partie auch richtungsweisend mit Blick auf die Tabelle, denn im Erfolgsfall weist die HSG anschließend ein ausgeglichenes Punktekonto auf und die Tendenz würde definitiv nach oben zeigen.

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Vorschau: HSG Hunsrück : HSG Damen I (27.11.21, 20 Uhr, Hirtenfeldhalle in Kleinich)

3. Liga – Spielbericht TV Möglingen : HSG Damen I

Einen wichtigen Punkt mitgenommen

Zumindest einen Punkt beim 26:26 (12:13)-Unentschieden brachten die Drittliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen am Sonntagnachmittag vom Auswärtsspiel beim TV Möglingen mit, der im Gegensatz zu den Gästen auf Rang sechs auch beim jetzigen Tabellenplatz sieben noch in die Abstiegsrunde müsste. Dennoch war es für Gästeakteurin Jana Pahl ein Vierpunktespiel und somit am Ende ein verlorener Zähler. 

“Wir hatten wieder Schwächen im Verbundspiel, daran arbeiten wir schon”, analysiert Trainer Sascha Kuhn, denn vor allem das erste Drittel war erneut von Standhandball geprägt, da die Ansagen nicht umgesetzt wurden oder Ideen fehlten. Deshalb lag die HSG ab dem letzten Ausgleich zum 4:4 durch Samira Schulz – mit sieben Treffern erfolgreichste Werferin – in der zwanzigsten Minute mit 9:5 im Rückstand. Ein Time-out in dieser Phase half, denn es gelangen bis zum Halbzeitpfiff wieder Varianten, in denen sowohl Kreis- als auch Außenspielerinnen erfolgreich in Szene gesetzt wurden. Dadurch ging es mit einem knappen 12:13-Vorsprung in die Pause. 

In der zweiten Spielhälfte glänzten die Torfrauen, es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe, bis sich die HSG ab der 48. Minute in einem Viertorelauf zum 20:24absetzte. Doch die Gastgeberinnen glichen dies bis zur 54. Minute ohne eine Gegentreffer ebenso aus. Ein verwandelter Siebenmeter und ein Treffer von Kreisläuferin Lena-Elisabeth Nussbaumer ließ beim 24:26 zwei Minuten vor Abpfiff den Sieg schon greifbar erscheinen.

Es folgte stattdessen der Anschlusstreffer und die halblinke Rückraumspielerin Laila Ihlefeldt, die im Zusammenspiel mit Sophie Kübler der HSG durchweg das Leben schwermachte, besiegelte das Unentschieden mit einem sehenswerten Tor, das auch für Sina Golla unhaltbar war.

An sie ging durch ihre hervorragende Leistung ein Sonderlob von Kuhn, der sich ansonsten zufrieden zeigte: “Sie hat einen hervorragenden Job in der zweiten Halbzeit gemacht wie auch die gesamte Abwehr. Es tut mir schon leid, dass wir durch zu viele Fehler den Sack nicht zumachen konnten. Dennoch sind wir auf Rang sechs und nächste Woche sollten wir gegen den Tabellenletzten HSG Hunsrück punkten.” Ob dieses Spiel jedoch stattfindet, ist noch nicht klar, da beim Gegner Akteurinnen positiv auf Corona getestet wurden.

HSG: Schmurr, Bohneberg, Golla (Tor); Scheffler (3), Nussbaumer (4), Scholl (1), Laier (4), Pahl, Heck, Schulz (7), Halilovic, Lederer (2), König, Miltner (2), Baumann (1), Rimpf (2/2)

3. Liga – Vorbericht TV Möglingen : Damen I

In oberer Tabellenhälfte etablieren 

Ziemlich genau vor einem Jahr feierten die Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen im letzten Spiel der abgebrochen Runde in der 3. Liga zuhause einen 34:19-Kantersieg gegen den TV Möglingen. Bei den Schwäbinnen sind sie am Sonntag, 21. November, um 16.15 Uhr zu Gast. “Letzte Saison sind wir super gestartet, das ist dieses Jahr anders”, erwartet Rückraumakteurin Paula Lederer am Wochenende ein enges Auswärtsspiel. “Wir dürfen uns keine Durchhänger, bei denen wir über mehrere Minuten gar keine Tore erzielen, erlauben, brauchen vorne eine bessere Wurfquote und eine stabile Abwehr, dann können wir das aber wuppen”, hofft sie auf eine Leistungssteigerung in der Offensive wie in der letzten Runde. Möglingen sei auf allen drei Rückraumpositionen super besetzt und verfügt über zwei starke Torfrauen, “dazu spielt der Gegner eine offensive 6:0-Abwehr. Meine Spielerinnen werden sich viel bewegen und versuchen müssen, aus der ersten und zweiten Welle leichte Tore zu erzielen sowie im Verbundspiel saubere Abschlüsse für den Rückraum und auch die Außen zu generieren “, sieht Trainer Sascha Kuhn ein spannendes Spiel auf sein Team zukommen. Der Gastgeber, mit dem die HSG nach dem letzten Spieltag die Tabellenplätze getauscht hat, wird ebenso bestrebt sein, von den fünf unteren Rängen, die in die Abstiegsrunde müssen, herauszukommen. Der Kuhn-Truppe kämen jedoch die zwei Auswärtspunkte sehr gelegen, um sich in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren und endlich ein ausgeglichenes Punkteverhältnis aufzuweisen.

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TV Möglingen : Damen I (2111.21, 16.15 Uhr Stadionhalle in Möglingen)

3. Liga – Spielbericht HSG Damen I : HSG DJK Marpingen

Daniela Schmurr glänzt im Tor

“Ich bin richtig sauer, dass wir heute kein Zeichen in der 3. Liga gesetzt haben”, ist Trainer Sascha Kuhn zwar froh über die zwei wichtigen Punkte beim 27:22 (14:10)-Heimsieg der HSG St. Leon/Reilingen gegen die Handballerinnen der HSG DJK Marpingen – SC Alsweiler, aber es wäre deutlich mehr drin gewesen. Dennoch haben sich die Gastgeber erstmals aus den letzten fünf Plätzen, die in die Abstiegsrunde müssen, herauskatapultiert und stehen jetzt – wie zuvor die Gäste – auf dem verdienten sechsten Platz und die Tendenz ist nach zwei Erfolgen steigend.

Dass sich die HSG bis zur zehnten Minute mit einem 5:1-Lauf absetzte und auch noch in der 16. mit 8:4 vorne lag, täuscht beim Lesen des Spielberichtsbogens, denn der Vorsprung hätte da schon acht bis zehn Tore sein können. Bälle wurden einfach verdaddelt, die gegnerische Torfrau abgeworfen oder der Kasten erst gar nicht getroffen. Erst in der zwanzigsten Minute, als der Gegner schon zum 8:8 ausglich, zog Kuhn endlich die Reißleine und wechselte Akteurinnen aus, um wieder Stabilität ins Spiel zu bekommen. Denn auch die prophezeite unangenehm offensive 3:2:1-Abwehr blieb aus, die Saarländerinnen standen wie die HSG 6:0 defensiv hinten. Lange Pässe für Konter für die schnellen Außen Jana Pahl und Madeleine Laier kamen in den letzten zehn Minuten an und wurden zumindest teilweise verwandelt, sodass beim Halbzeitpfiff wenigstens ein beruhigendes 14:10 auf der Anzeigetafel erschien.

In den ersten zehn Minuten der zweiten Spielhälfte häuften sich die Fehler erneut, Samira Schulz wurde kurzzeitig und halbherzig manngedeckt und die Saarländer kamen  wieder auf zwei Tore zum 18:16 ran. Danach besann sich die HSG auf ihre Stärken, die umtriebigen Kreisläuferinnen Lena Nußbaumer und Nicola Baumann wurden für sehenswerte Treffer von Paula Lederer bedient, die zwischenzeitlich auch Sonderbewachung bekam. In den letzten zwanzig Minuten reduzierten sich die technischen Fehler und Ballverluste, deshalb war der Fünf-Tore-Erfolg über 21:17 zum finalen 27:22 absolut gerechtfertigt.

“Wir haben über eine gute Anwehrleistung und Erfolge in erster und zweiter Welle den Sieg verdient”, hofft Torfrau Daniela Schmurr, dieses Feeling mit ins nächste Spiel zu nehmen. Sie hat bis auf einen Siebenmeter durchgespielt, war aussschlaggebend am Sieg beteiligt, weil sie unglaubliche Reflexe gezeigt hat und durch ihre Erfahrung im Stellungsspiel eigentlich sichere Würfe hielt. Im Gegenzug gilt der Respekt auch der saarländische Keeperin, die anfangs warmgeschossen wurde und dann etliche Tempogegenstöße sowie auch einige Rückraumschüsse vereitelte.

“Es war ein beidseitig unschönes Handballspiel, Abwehr war gut, 15 Chancen und mehr im Angriff liegen zu lassen, obwohl sie vorher gut herausgespielt waren, geht einfacher nicht, daran werden wir arbeiten”, sieht Kuhn Potenzial, das er in der kommenden Woche im Training mit seinen Spielerinnen angehen wird. 

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3. Liga – Vorbericht Damen I : HSG DJK Marpingen

Tabellensechster aus dem Saarland zu Gast

Am Sonntag um 16 Uhr empfangen die Drittliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen in der Fritz-Mannherz-Halle den derzeitigen Tabellensechsten aus dem Saarland, die HSG DJK Marpingen – SC Alsweiler. Aufgrund der Tabellensituation – der Gastgeber befindet sich zwei Plätze dahinter – sieht Trainer Sascha Kuhn die Gegnerinnen in der Favoritenrolle, vor allem da sie gestärkt aus einem Sechs-Punkte-Sieglauf antreten. Aber bei der HSG ist nach dem Derbyerfolg gegen Ketsch die Stimmung auch hervorragend, es wird also sicher ein emotionsgeladener Auftritt. „Uns erwartet eine unangenehm offensive 3:2:1-Abwehr und solide Angriffe“, zeigt Kuhn ordentlich Respekt gegenüber den Gästen und hofft, dass seine Schützlinge aus einer stabilen Defensive mal wieder öfter erfolgreich in erster und zweiter Welle sein werden.

„Marpingen ist eine ausgeglichene und durchweg sehr gute Mannschaft mit keiner überragend hervorstechenden Akteurin“, analysiert der Coach, trotzdem sind seine Spielerinnen gefordert, einem hervorragenden Rückraum mit Michelle Hartz als Spielmacherin und Halblinks-Shooterin  Joline Luther, die gegen Ketsch mit zehn Treffern glänzte, entgegenzutreten.

Sina Golla ist erkrankt und auch hinter Clara Bohneberg steht aus demselben Grund ein dickes Fragezeichen, deshalb wird die HSG mit dünner Besetzung auf der Torhüterposition auskommen müssen. Dennoch hofft Kuhn, dass die Punkte in Reilingen bleiben und seine Spielerinnen auf die Unterstützung zahlreicher Fans beim kommenden Heimspiel.

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Damen I : HSG DJK Marpingen (14.11.21, 16 Uhr, Fritz-Mannherz-Halle in Reilingen)

3. Liga – Spielbericht Kurpfalzbären II : HSG Damen I

Hervorragende Torhüterleistungen im Derby

Ein torarmes, wie erwartet hart umkämpftes Drittliga-Derby bekamen die zahlreichen Zuschauer am Samstagabend in der Ketscher Neurotthalle von den Handballerinnen der TSG Ketsch II gegen die HSG St. Leon/Reilingen geboten, das die Gäste 18:24 (12:11) für sich entschieden.
Schon die Anfangsphase gestaltete sich von beiden Teams aufgrund der fast greifbaren Nervosität zäh, sodass es nach sechs Spielminuten gerade mal 1:1 stand. Zahlreiche technische Fehler, Fehlpässe und das Anrennen gegen die bei beiden Kontrahenten meist gut stehende 6:0-Abwehrwand, um im Eins-gegen-eins in Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen, häuften sich im gesamten Spiel, aber vor allem auch auf HSG-Seite in der ersten Hälfte, die über 4:4 und 9:9 bis zum Pausenstand 11:12 sehr ausgeglichen verlief.
Herauszuheben ist – ebenfalls bei beiden Teams – die hervorragende Torhüterleistung, sowohl von Gästekeeperin Clara Bohneberg als auch die Ketscher Akteurinnen Katarina Longo und Leonie Moormann verhinderten mit sehenswerten Paraden zahlreiche Torerfolge. Beide waren wie auch Kreisläuferin Ida Marie Krogh und Rückraumspielerin Marlene Herrmann zur Unterstützung von der „Ersten“, die erst sonntags im Einsatz war, ausgeborgt.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit boten sich der HSG durch Balleroberungen zwei schöne Kontermöglickkeiten, die Jana Pahl, mit sechs Treffern erfolgreichste Schützin, sicher verwandelte. Dennoch zeigte sich zunächst auch weiterhin das gleiche Bild – zu wenig Ideen und zu viele Einzelaktionen, die frei stehende Kreisläuferin wurde oftmals ignoriert. Trotzdem gelang es den Gästen, aufgrund des schnelleren Spiels nach vorne mit Erfolgen aus erster und zweiter Welle, sich ab der 40. Spielminute beim Stand von 14:17 immer weiter abzusetzen. Die TSG tat sich zunehmend schwerer, fand in der kompakten Defensivabwehr der Gäste keine Lücken, sodass nahezu jeder Angriff im Zeitspiel endete. In der zweiten Spielhälfte erzielten sie gerade mal sechs Tore und und die HSG-Akteurinnen nahmen dann doch einen deutlichen 18:24-Sieg mit nach Hause.
„Nicht das erste Mal haben wir die letzten zwanzig Minuten aufgehört, Handball zu spielen und vergessen, Tore zu werfen“, zeigt sich der Ketscher Trainer Daniel Weinheimer enttäuscht über die Leistung seiner Schützlinge und die insgesamt schlechte Partie. „Das war ein typisches Derby, sehr zerfahren, viele Fehler verursacht durch eine gehörige Portion Respekt voreinander“, stimmte dem auch HSG-Coach Sascha Kuhn zu und ist erleichtert, dass sein Team letztlich als Gewinner hervorging, da es über die Breite besser aufgestellt gewesen sei, und deshalb letztlich diese wichtigen zwei Punkte mitgenommen hat.

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